

Nathalie Maerten
ᴘᴇᴛɪᴛꜱ ᴍᴇᴛᴀᴍᴏʀᴘʜᴏꜱᴇs
Vocal Alchemist
Stage & Screen Performer
Creative Explorer
REHSISTA – eine Nacht zwischen Traum und Realität. Die Zeit stolpert. Und manchmal beginnt genau dort eine Geschichte. London hinter uns, die Straße vor uns, Linksverkehr, das Adrenalin steigt, das Auto schiebt sich durch Nebel und Novemberregen, jeder Kilometer ein Tanz mit der Kontrolle, jeder Atemzug voller kleiner Erwartungen. Wir donnern in den Süden Englands, mit einem mini Auto. Das Atomkraftwerk wartet. Kalt, Beton, Wind, Schatten, Licht. Wir probieren alles aus: Perspektiven, Lichtstimmungen, Kameraeinstellungen. Handkamera in der Hand, Chanelle Eidenbenz filmt Bewegung, Veränderung, den Moment. Dann eine WC-Pause im Feld – und die Überwachungsstation hat uns längst auf Monitoren gesehen. Als fast alles abgedreht war, taucht ein Ranger auf. Freundlich, bestimmt. Fast eine Busse. Ein kurzer Moment grosse Spannung – dann dürfen wir aber doch weiter. Es ist November, bitterkalt und wir unterkühlt. Ab ins nächste Restaurant, essen, kurz auftauen. Danach kurven wir zum Grand Burstin Hotel, einchecken und sofort weiter, den zweiten Clip zu finden und zu drehen. Unser Konzept: uns überraschen lassen, was uns erwartet. Mit der Handkamera das Hotel entdecken, Räume durchstreifen, Gänge, Treppen, Hallen, große Räume voller Kartons, blinkende Installationen – alles First Takes, alles echt. In den Gängen gratulieren sich Menschen zu Weihnachten, obwohl es November 2025 ist. Die ganze Nacht fühlt sich leicht verschoben, surreal, wie in einem Indie-Traumfilm à la David Lynch. Keine warme Dusche, kein Make-up, kein Hochglanz. Schnell das schwarze Kleid vom ersten Dreh ausziehen, etwas anderes überwerfen, Haare mit den Fingern ordnen – weiter in die Gänge, durch die Hallen, durch Räume voller Überraschungen. Unten im Saal pulsiert Musik. Ein junger DJ legt auf. Menschen zwischen 80 und 110 in Glitzerkleidern, tanzend, trinkend und sehr lebendig. Wir mischen uns unter sie, beobachten, spüren. Dann der Moment: der DJ lässt unseren Sound laufen. „Wollt ihr performen?“ Ein Blick. Ein Nicken. REHSISTA beginnt zu klingen. Ich trete leicht irritiert vor die Engländer. Keine Bühne. Keine Inszenierung. Kein Nachdrehen. Alles geschieht sekundenschnell, aus dem Instinkt heraus. First Takes. Am Morgen danach: Kaffeedampf, blasses Licht, das Meer draußen. Ebbe. Das kleine rosa Haus, das gestern noch sanft im Wasser schwamm, liegt nun auf dem Meeresboden – ein leises Echo der Nacht. Auf allen Bildschirmen dieselbe Nachricht: Trump ist gewählt. Draussen rauscht das Meer weiter… Zuhause in London oder Zürich mussten wir uns dann für ein paar Szenen entscheiden – aus dem Überfluss an Material, aus den unzähligen Momenten, die wir eingefangen hatten. REHSISTA fängt all diese Momente zwischen Überraschung, Instinkt ein – roh, unabhängig, authentisch. Ein Song, ein Clip, der die Nacht zwischen Realität und Traum spürbar macht. Er hätte ganz anders werden können. Doch gerade diese Entscheidungen, die Spontanität, das Chaos und die Überraschungen, alles eingefangen von Chanelle Edenbenz, machen ihn zu dem, was er ist. Der Musikclip ist jetzt auf YouTube, der Song überall verfügbar. Listen to Song on Apple Music / Spotify or other Platforms.
no going up
without
going down



